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8 Wochen Fußballprojekt in Costa Rica, ein Erfahrungsbericht von Julian

Ich habe für zwei Monate das Fußballprojekt an der Pazifikküste gemacht. Insgesamt war es eine sehr schöne und prägende Zeit, an die ich mich immer gerne erinnern werde.

Im Projekt war ich zusammen mit anderen Freiwilligen Fußballtrainer für die Kinder im Ort. Wir hatten dreimal die Woche Training, teilweise auch morgens und nachmittags, da die Kinder zu unterschiedlichen Zeiten Schule haben. Während der zwei Monate sind mir die Kinder sehr ans Herz gewachsen. Ich habe wirklich gemerkt, wie sehr das gemeinsame Fußballspielen verbindet, unabhängig von Sprache oder Kultur.                                                                                                 

Man sollte sich nur bewusst sein, dass das Ganze kein Verein ist, sondern ein ehrenamtliches

Projekt, das für die Kinder kostenlos ist. Daher kommt es durchaus vor, dass nur zwei Kinder im Training sind oder dieses kurzfristig ausfällt, weil der Fußballplatz belegt ist. Hier ist dann vor allem Flexibilität bei Aufbau und Durchführung der Trainings gefragt. Trotzdem war es immer wieder schön, die Begeisterung und Spielfreude der Kinder zu sehen. Ich werde nie das Leuchten in ihren Gesichtern vergessen, als wir einmal zwei neue Bälle bekommen haben – für die Kinder war das wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Einmal haben wir auch ein Spiel gegen die Mannschaft im Nachbarort organisiert. Dabei haben wir für alle einen Bus gemietet, für Verpflegung gesorgt und die Kinder während der Zeit betreut und gecoacht. Das Ganze war für alle ein sehr cooles Event und definitiv mein Highlight des Projekts.      

Dadurch, dass das Programm echt entspannt ist, hatte ich auch viel Freizeit. Die Natur in Costa Rica ist wirklich traumhaft und man kann einige tolle Ausflüge machen. Sehr zu empfehlen sind die Nationalparks, vor allem Manuel Antonio ist wunderschön. Auch die Strände in Costa Rica sind sehr toll und man fühlt sich mit den ganzen Palmen wie im Paradies. Ich war in meiner Zeit fast jeden Tag dort und habe mir oft den Sonnenuntergang angeschaut.

Mit am schönsten an meinem Aufenthalt war auch die Gemeinschaft mit den anderen Volunteers. Man wohnt zusammen in der Unterkunft, teilt sich ein Zimmer und isst gemeinsam. Dadurch habe ich Leute aus der ganzen Welt kennengelernt, die ich ansonsten nie getroffen hätte. Wir haben uns alle echt gut verstanden und daher viel gemeinsam unternommen, Ausflüge, Strandtage oder auch gemeinsame Karaoke Abende.

Sehr beeindruckt hat mich auch die Pura Vida Mentalität der Einheimischen. Die Ticos, die ich kennengelernt habe, waren sehr offen und nett. Man kommt schnell miteinander ins Gespräch, auch wenn man nicht so gut Spanisch spricht. Nicht selten haben wir auch mit Jugendlichen aus der Gegend gemeinsam Fußball gespielt.

Die zwei Monate waren eine der prägendsten Zeiten meines Lebens und ich bin dankbar für all die besonderen Erfahrungen und Erinnerungen.

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